Deutschland und Großbritannien: London ist noch nicht verloren

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PremiumKommentarDeutschland und Großbritannien: London ist noch nicht verloren

04. Juni 2017
von Gregor Peter Schmitz

Kanzlerin Merkel vergleicht das Brexit-willige Großbritannien mit Putins Russland und Trumps USA. Das ist unverschämt – und unklug.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel sollte nun vorsichtig agieren, da die Verhandlungen über den britischen Austritt beginnen.

Ein Bierzelt ist kein Ort für Nuancen. Als Kanzlerin Angela Merkel am Sonntag vor beschwingtem Truderinger Publikum über Weltpolitik räsonierte, blieb hierzulande nur ihr Satz hängen, dass Deutschland auf die USA unter Donald Trump wohl nicht mehr voll bauen könne.

Doch bei genauem Nachlesen verlieh Merkel ihrem weit tieferen Misstrauen öffentlich Ausdruck. Sie schloss auch das EU-abwanderungswillige Großbritannien (nebst Russland) in der Aufzählung jener Nationen ein, von denen sich die Bundesrepublik wohl emanzipieren müsse.

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