Euro-Zone: Eine Transferunion à la Macron

PremiumKommentarEuro-Zone: Eine Transferunion à la Macron

09. September 2017
von Malte Fischer

Frankreich will die Euro-Zone weiterentwickeln. In Wahrheit geht es darum, Geld und Wohlstand von Deutschland in den Süden zu leiten.

Bild vergrößern

Der französische Präsident Emmanuel Macron

Im aktuellen Bundestagswahlkampf spielen der Euro und Europa keine große Rolle. Offenbar glauben die Parteien, mit diesem Thema keine Wähler mobilisieren zu können. Das ist ein Fehler. Denn in Europa brauen sich gerade ganz neue Gefahren für Wohlstand und Freiheit zusammen – vor allem aus Paris.

Dort wartet Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron ungeduldig darauf, der Regierung in Berlin nach der Bundestagswahl seine Pläne für die Weiterentwicklung der Euro-Zone zu präsentieren. Erste Elemente hat der französische Hoffnungsträger bereits ventiliert. Dazu gehört, einen Euro-Finanzminister mit einem eigenen Euro-Haushalt und, wenn möglich, mit einer eigenen Euro-Steuer zu schaffen. Zudem soll der Euro-Rettungsfonds ESM zu einem europäischen Währungsfonds reifen, der notleidenden Ländern finanziell unter die Arme greift. Die Bundesregierung hat bereits Zustimmung signalisiert – wohl in der Hoffnung, ein solcher Euro-Schattenstaat, dem jedoch jede demokratische Legitimation fehlt, werde nach deutscher Pfeife tanzen.

Anzeige

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%