Frankreich Warum deutsche Mittelständler von Macron enttäuscht sind

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Macron Quelle: Laif

Präsident Macron begann als Star, der Frankreichs Wirtschaft voranbringen will. Während Manager großer Konzerne unverdrossen auf Aufbruch hoffen, sind die ersten deutschen Mittelständler ernüchtert.

Nicht einmal vier Kilometer Luftlinie sind es vom badischen Rheinau-Linx hinüber nach Frankreich, ein hübscher Sonntagsspaziergang, kaum mehr. Seit gut einem halben Jahr beobachtet Stephan Jager von hier aus nächster Nähe, wie alle Welt mit Bewunderung auf das Nachbarland blickt – genauer: auf dessen jungen Präsidenten Emmanuel Macron. Gelingt ihm nicht im Handumdrehen, woran seine Vorgänger verzagten? Macht er den wirtschaftslahmen Karren mit strammen Reformen nicht endlich wieder flott?

Jagers persönliche Bilanz könnte gegensätzlicher nicht sein. Er arbeitet als kaufmännischer Leiter für das badische Familienunternehmen Weberhaus, das Fertigheime herstellt. Dort haben sie einen klaren Entschluss gefasst: In Regionen, die nicht ganz nah jenseits der Grenze liegen, wickeln sie bestehende Verträge nur noch ab. „Bis auf Weiteres kein Neugeschäft mehr“, sagt Jager, zu viel Bürokratie, und überhaupt werde seine Firma gegenüber französischen Unternehmen benachteiligt.

 
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