IW-Direktor Hüther: "Euro-Finanzminister soll sich auf Infrastruktur konzentrieren"

PremiumIW-Direktor Hüther: "Euro-Finanzminister soll sich auf Infrastruktur konzentrieren"

12. September 2017
von Silke Wettach

Die Eurozone soll einen Finanzminister bekommen, doch niemand weiß, was der genau tun soll. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, plädiert für eine eng fokussierte Jobbeschreibung.

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Michael Hüther.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fordert einen Finanzminister für die Eurozone, Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Zustimmung für das Vorhaben signalisiert. Doch bisher ist alles andere als klar, wie die Jobbeschreibung für das neue Amt aussehen soll. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wird am Mittwoch in Straßburg bei seiner Rede zur „Lage der Union“ skizzieren, was er sich unter der neuen Aufgabe vorstellt. In Brüssel ist zu hören, dass er für einen Wirtschaftsminister plädieren wird.

Michael Hüther, Direktor des Instituts für Deutsche Wirtschaft in Köln, spricht sich dagegen für ein sehr eng begrenztes Aufgabengebiet aus. „Der Euro-Finanzminister sollte ein Infrastrukturminister sein“, sagt der Ökonom. „Es ist unstrittig, dass die Eurozone einen Bedarf an zusätzlichen Investitionen hat.“ Der neue europäische Infrastrukturminister sollte das von Macron und Merkel angedachte Eurozonenbudget verwalten, das sich ebenfalls auf Infrastruktur beschränken sollte. Das Eurozonenbudget könnte Hüther zufolge durch Anleihen finanziert sein: „Kreditfinanzierung für Infrastruktur hat sich bewährt.“

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