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Kapitalismus "Die westliche Ordnung ist unter Beschuss"

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Drei Profi-Weltbeobachter über den Aufstieg des Populismus und die Krise der Demokratie, über die Schwächen des Euro und eine markthörige Politik.

V. l. n. r.: Meinhard Miegel, Ulrike Ackermann, Wolfgang Streeck. Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche

WirtschaftsWoche: Das Brexit-Votum, der Wahlsieg Donald Trumps und die Erfolge populistischer Parteien: Sind das nur Äußerungen irrationaler Gefühle bei verunsicherten Globalisierungsverlierern? Oder erleben wir grundlegende Umwälzungen unserer westlichen Gesellschaften und Staaten?
Wolfgang Streeck: Hinter dem Brexit steht das Interesse einer Mehrheit der Briten, die eigene Regierung an ihren Willen zu binden und nicht an den der Europäischen Union oder einer globalisierten Londoner Schicht, die ihr britisches Hinterland mental schon verlassen hat.

Ulrike Ackermann: Diese Spaltung zwischen Stadt und Land gibt es in allen Ländern, in denen das Misstrauen gegen das Eliten-Projekt EU besonders groß ist. Zwischen urbanen, kosmopolitisch orientierten Eliten einerseits  und dem großen Umland andererseits. Es geht also bei den jüngsten Wahlergebnissen nicht um diffuse Ängste und ein emotionales Aufwallen verführter Massen. Dass sich die Funktionseliten von der Bevölkerung entfremdet haben, ist ein reales Problem.

 
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