Nobelpreisträger-Treffen in Lindau Die EZB kann den Euro nicht retten

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Der US-Nobelpreisträger Christopher Sims warnt: Wenn die Menschen das Vertrauen in den Euro verlieren, ist die EZB machtlos. Außerdem: Bei der Digitalisierung der Arbeitswelt verliert eine Gruppe besonders.

EZB-Präsident Mario Draghi spricht auf der Nobelpreisträgertagung in Lindau am Bodensee. Quelle: REUTERS

Alle drei Jahre herrscht in Lindau am Bodensee im August Hochbetrieb. Dann trifft sich dort die Elite der Ökonomenzunft. Dieses Jahr ist es wieder soweit. 16 Nobelpreisträger und 350 ausgewählte Studenten aus 66 Ländern haben sich auf der Bodenseeinsel eingefunden, um über aktuelle Probleme der Ökonomie zu diskutieren. 

Wer denkt, dass es dabei nur um esoterische Themen aus dem akademischen Elfenbeinturm geht, hat sich getäuscht. Die Nobelpreisträger haben etwas zu sagen - auch zu aktuellen Fragen der  Wirtschaftspolitik.

So nahm der US-Ökonomen Christopher Sims  - einen Tag nachdem EZB-Chef Mario Draghi in Lindau die Anleihekäufe der EZB als große Erfolgsstory verkauft und behauptet hatte, er habe den Euro gerettet - die Politik der Notenbanker kritisch unter die Lupe. Sims zeigte, dass die Unabhängigkeit der Zentralbank ein “Mythos” sei. Im Falle eines Vertrauensverlustes kann sie den Euro nicht retten. Das können nur die Regierungen. 

Der Wirtschaftsnobelpreis: Die Preisträger der vergangenen zehn Jahre

 
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