Warum eigentlich...: ...bergen Staatsanleihen angeblich keine Risiken?

PremiumWarum eigentlich...: ...bergen Staatsanleihen angeblich keine Risiken?

15. Mai 2016
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Die Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main (Hessen).

von Silke Wettach

Ökonomen fordern schon lange, Banken sollten für ihre Staatsanleihen Risikovorsorge schaffen. Doch die Politik zögert noch. Warum ist das so?

Seit der Umstrukturierung der griechischen Staatsschulden 2012 ist es offensichtlich: Europäische Staatsanleihen sind nicht risikofrei. Privatinvestoren haben damals rund 60 Prozent ihres Kapitals verloren. Die europäische Gesetzgebung blendet die
Ausfallrisiken von Staatsanleihen bisher jedoch komplett aus. Banken dürfen unlimitiert Staatsanleihen halten. Und anders als etwa bei Unternehmensanleihen müssen die Banken für Staatsanleihen kein Eigenkapital vorhalten, weil es – auf dem Papier – kein Risiko abzusichern gibt.
Ökonomen wollen das seit geraumer Zeit ändern. Doch die Politik tut sich schwer, vom Mythos der risikofreien Staatsanleihen Abschied zu nehmen.

Denn für die Finanzminister ist es angenehm, dass heimische Banken ihnen unbeschränkt Kredite...


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