Inflation: Draghi kämpft, wird aber nicht gewinnen

PremiumKommentarInflation: Draghi kämpft, wird aber nicht gewinnen

26. September 2017
von Malte Fischer

Die Notenbanken müssen aufhören, um jeden Preis die Inflation steigern zu wollen. Sonst droht uns allen nur die nächste Krise.

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Mario Draghi.

Kein Bereich der Politik weist einen so engen Konnex zur Wissenschaft auf wie die Geldpolitik. Vieles von dem, was die Zentralbanker in der Finanzkrise unternommen haben, um die Wirtschaft vor dem Kollaps zu retten (quantitative Lockerung oder die verbale Erwartungssteuerung), haben Ökonomen vorgedacht. Kein Wunder, dass die versammelten Wirtschaftsnobelpreisträger bei ihrem diesjährigen Treffen am Bodensee ihren Ehrengast, EZB-Chef Mario Draghi, mit betont herzlichem Applaus willkommen hießen.

Nun aber steht die vermeintlich so fruchtbare Verbindung von Forschung und geldpolitischer Praxis vor einer neuen Herausforderung. Wissenschaftler und Geldpolitiker rätseln, warum es den Notenbanken trotz der Geldschwemme nicht gelungen ist, die Inflation auf die Marke von zwei Prozent zu hieven. Zwar befindet sich die Arbeitslosigkeit in nahezu allen Industrieländern auf dem Rückzug. Doch die Löhne und von ihnen gespeiste Preisinflation ziehen nicht an. Der inverse Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Löhnen/Inflation – Ökonomiestudenten als Phillips-Kurve bekannt – scheint sich aufgelöst zu haben.

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