Ökosystem Der Preis der Biene

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Es gibt immer weniger Insekten in Deutschland. Das sorgt nun auch die Ökonomen. Quelle: Illustration: Martin Haake

Das Insektensterben wird jetzt auch zum Thema für Volkswirte. Denn Fliegen, Mücken und Bienen haben einen hohen ökonomischen Wert. Blöd nur, dass die meisten Menschen mehr Geld für ein Eisbärbaby ausgeben würden.

Jedes Jahr im Frühling, wenn die Apfelbäume der chinesischen Provinz Sichuan ihre weißen Blüten tragen, klettern Dutzende Menschen dort auf die Äste. Mit langen Stäben tupfen sie die geöffneten Knospen ab. So verteilen sich Samen, und die Bäume tragen im Herbst genug Früchte, damit die Landwirte davon leben können. Ohne die Kletteraktion gäbe es hier nämlich überhaupt keine Ernte mehr. Die natürlichen Bestäuber, die Bienen, sind in der Region ausgestorben.

Ein Szenario, das sich auch in Europa andeutet. Die Insekten sterben jetzt auch hier.

Forscher aus Krefeld haben an mehr als 60 Standorten in Deutschland Fallen aufgestellt und immer wieder gewogen, wie viel des fliegenden Getiers hängen bleibt. Ihr Befund: Die Insekten werden immer weniger. In 27 Jahren ist die gefangene Masse um 75 Prozent zurückgegangen.

 
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