Währungen: Wie das Comeback des Euro Deutschland stärkt

PremiumWährungen: Wie das Comeback des Euro Deutschland stärkt

18. August 2017
von Malte Fischer, Fulya Çayir, Jacqueline Goebel, Annina Reimann, Jürgen Salz und Silke Wettach

Der Euro ist so stark wie lange nicht mehr, nicht nur im Vergleich zum Dollar. Gut so. Die Kraft des europäischen Geldes schadet der Exportindustrie nicht – und steigert den Reformdruck.

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Der Euro ist so stark wie lange nicht. Für die Wirtschaft in Europa ist das nicht Fluch. Sondern Segen.

Ein Glas Wein an der Hotelbar in New York für zehn Dollar? Warum nicht. Ein Pint im Pub in London für 4,20 Pfund? Kein Problem. Oder eine Tasse Kaffee in Zürich für 4,60 Franken? Gerne. Wer in diesen Tagen in den Urlaub oder zur Geschäftsreise nach Amerika, England oder in die Schweiz aufbricht, kann sich entspannen. Zumindest was die Finanzen betrifft. Die Reisekasse leert sich deutlich langsamer als noch vor ein paar Monaten.

Um den Grund zu erfahren, muss man sich nur in den richtigen Pubs der City bei den Geldmaklern umhören. Hier in London, der britischen Kapitale, ist der größte Devisenmarkt der Welt zu Hause. Täglich wechseln in den Handelssälen der Banken Billionen den Besitzer. Und bei den Tradern steht derzeit vor allem eine Währung hoch im Kurs: der Euro. Ausgerechnet die Währung, die vor fünf Jahren noch auf der Kippe stand und als künftiger Fall für das wirtschaftshistorische Seminar verspottet wurde, hat die Herzen der Londoner Händler erobert. Ihre neu entdeckte Liebe hat den Euro so wertvoll gemacht wie lange nicht mehr.

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