Cybersecurity-Experte Mangard "Aufpreis für Sicherheit wie bei Bioprodukten"

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Meltdown und Spectre-Sicherheitslücke bei Prozessoren. Quelle: Presse

Der Informatiker Stefan Mangard hat die große Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren mitentdeckt. Was die Geschwindigkeit unserer Computer mit IT-Sicherheit zu hat, und was die Industrie nun tun muss.

Herr Mangard, Ihr Forscherteam hat die aktuelle Schwachstelle in Intel-Prozessoren mitentdeckt. War Ihnen gleich bewusst, welch ein sensationeller Fund das ist?
Stefan Mangard: Zunächst nicht. Meine Kollegen sind ins Büro gekommen und haben berichtet: „Wir haben etwas sehr Großes gefunden.“ Das konnte ich zuerst überhaupt nicht glauben.

Wie haben Ihre Kollegen Sie überzeugt?
Sie zeigten mir auf dem Monitor einen Teil des Softwarecodes, der auf den internen, eigentlich abgeschirmten Teil des Speichers zugreifen konnte. Normalerweise ist der Code des Betriebssystems, der einen PC antreibt, vom Prozessor abgeschottet. Über die von uns gefundene Schwachstelle konnten wir den aber einfach auslesen.

 
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