Google-Strafe: Einen fairen Wettbewerb

ThemaIT

PremiumKommentarGoogle-Strafe: Suche: Einen fairen Wettbewerb

30. Juni 2017
von Matthias Hohensee

Google regt sich über die Rekordstrafe der EU auf. Dabei sollte der Konzern den Aufsehern danken – sie zwingen ihn zu Innovation.

Bild vergrößern

Die EU-Kommissarin für Wettbewerb, Margrethe Vestager, belegt Google wegen der Shopping-Suche des Internet-Riesen mit einer Rekord-Wettbewerbsstrafe von 2,42 Milliarden Euro.

Google ist böse. Nun ist das auch amtlich. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat es attestiert, als sie soeben die Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro gegen den Silicon-Valley-Giganten verhängt hat – wegen wettbewerbsfeindlicher Praktiken seiner Suchmaschine Google.

Während ihre US-Kollegen regelmäßig vor Google kuschten, ist Vestager hart geblieben. Nach ihrer Darstellung ist Google böse, weil die scheinbar neutrale Instanz ihre eigene Preisvergleichsmaschine beim Onlineshopping gegenüber konkurrierenden Angeboten bevorzuge. Das schade allen, aber vor allem den Kunden.

Anzeige

Google kann das finanziell verschmerzen. Etwa 17 Milliarden Euro Gewinn hat das Unternehmen voriges Jahr erwirtschaftet – in einem Quartal also mehr als die gesamte Strafzahlung. Was das Unternehmen härter trifft, ist der Imageschaden, schließlich versteht Google sich ausdrücklich als Konzern, der „nichts Böses“ tun will.

Margrethe Vestager Diese Frau lässt Google zittern

Die dänische Wettbewerbskommissarin macht ihrem Ruf als Eiserne Lady alle Ehre. Sie legt Google eine Rekordstrafe auf – auch wenn ihr das Kritik von der anderen Seite des Atlantiks einbringen wird.

Margrethe Vestager Quelle: REUTERS

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%