Sicherheitslücken Der Handykunde braucht mehr Schutz

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Die Lehre aus dem WLAN-Hack: Der Gesetzgeber muss eingreifen, damit Handyhersteller Sicherheitslücken endlich ernst nehmen.

Quelle: dpa

Niemand kann behaupten, die jüngst entdeckte Schwachstelle bei WLAN-Verbindungen sei überraschend gekommen. Erstaunlich an der Krack genannten Lücke war allenfalls, dass das Verschlüsselungsverfahren WPA2 nicht eher ausgehebelt wurde. Schließlich ist es schon seit über zehn Jahren im Einsatz – und ohnehin gilt es angesichts der Komplexität moderner Software längst als unmöglich, wirklich fehlerfreie Programme zu schreiben.

Immerhin: Die meisten Handy-Hersteller dürften die WLAN-Lücke wohl mit Hilfe von Reparaturprogrammen, sogenannten Patches, relativ rasch schließen können.

Alles gut also? Von wegen. Denn die Hersteller müssen dies auch tun. Speziell einigen Herstellen von Telefonen mit Googles Android-Betriebssystem scheint die Cybersicherheit ihrer Kunden aber herzlich egal zu sein. Wie sonst ließe sich erklären, dass selbst Markenhersteller wie HTC, Motorola oder Sony mehrere Monate verstreichen lassen, bis sie Googles monatliche Sicherheitsupdates für Android auch an ihre Kunden weiterreichen?

 
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