Valley Talk: Der späte Triumph der Angsthasen

PremiumkolumneValley Talk: Der späte Triumph der Angsthasen

01. Mai 2017
Kolumne von Matthias Hohensee

Die Furcht der Wagnisgeldgeber, etwas zu verpassen, hat Milliarden-Start-ups wie am Fließband produziert. Jetzt gilt es, die Exzesse zu kitten.

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Seit dem IPO von Facebook-Konkurrent Snap sind 11 Milliarden Dollar an Börsenwert dahingeschmolzen. Bei Investoren weckt das ganz neue Ängste.

Jahrelang grassierte im Valley das FOMO, es quälte Investoren und entzückte die Gründer. Das Kürzel steht für „fear of missing out“, also die Angst, als Geldgeber den heißesten Deal aller Zeiten vorbeiziehen zu lassen. Die Furcht trieb die Wagniskapitalbranche dazu, Milliarde um Milliarde lockerzumachen. Und sie gebar eine neue Klasse Start-ups: die viel beschworenen Unicorns (Einhörner), Jungunternehmen, die mindestens eine Milliarde Dollar wert sind.

Mit FOMO begründete mir ein Vermögensverwalter etwa, warum er in den Taxischreck Uber investiert hatte. 40 Milliarden Dollar war Uber zu dem Zeitpunkt schon wert. Ob sich das Investment noch lohnen würde? Ganz sicher war der Mann nicht. Aber was, wenn ein Konkurrent zum Zuge gekommen wäre? Nicht gerade förderlich für die Karriere.

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