Valley Talk: Die schizophrene Pragmatik der IT-Giganten

PremiumValley Talk: Die schizophrene Pragmatik der IT-Giganten

30. Januar 2017
von Matthias Hohensee

Tech-Unternehmen verkaufen den Traum vom mobilen Arbeitsplatz. Die eigenen Mitarbeiter sollen aber bitteschön ins Büro. Würden die Firmen ihre eigenen Angebote auch einsetzen, wären die Straßen im Valley schnell leer.

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Die Facebook-Zentrale in Kalifornien wirkt wie eine Kleinstadt. Wohnungen sind hier für die meisten unbezahlbar.

Selbstfahrende Autos und eine Zukunft, in der wir überall arbeiten werden, nur nicht im Büro – all das versprechen die Weltenretter aus dem Silicon Valley. An so profanen Problemen wie dem Verkehrsinfarkt vor der eigenen Haustür scheitern sie aber kläglich.

Hunderttausende Pendler verwandeln im Berufsverkehr den Highway 101, der quer durchs Silicon Valley zu Facebook, Google und Apple führt, in einen gigantischen Parkplatz. Die vielen firmeneigene Busse, die seit ein paar Jahren durchs Valley pendeln, haben daran auch nichts ändern können. Näher an den Arbeitsplatz zu ziehen ist selbst für Facebook-Entwickler unattraktiv: Der Kauf eines Eigenheims kostet am Facebook-Hauptsitz Menlo Park mindestens zwei, eher drei Millionen Dollar. Nur die wenigsten können sich das leisten. Mieten ist auch keine Lösung. In der Gegend werden momentan für eine Wohnung mit zwei Zimmern derzeit im Schnitt 3800 Dollar im Monat plus Nebenkosten verlangt. Die Branche bekommt jetzt ein Problem damit, junge Talente anzulocken.

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