Wachstum?: Warum die Digitalisierung bisher nicht mehr Wohlstand schafft

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PremiumWachstum?: Warum die Digitalisierung bisher nicht mehr Wohlstand schafft

31. Dezember 2017
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Illustration: Lea Dohle

von Konrad Fischer

Manche Ökonomen sagen, die Zeit der Innovationen sei vorbei. Andere sagen, dass Umwälzungen noch kommen. Entscheidend ist etwas anderes: dass die Menschen den Glauben an den Fortschritt in der Zukunft nicht verlieren.

Wer Kinder hat, der blickt ständig in den Schlund der Zeitgeschichte: Wie sah die Welt gleich noch mal aus, als ich so alt war? Meine Eltern zum Beispiel hatten, als ich klein war, eine tolle Stereoanlage im Wohnzimmer, die wurde über ein langes Kabel mit einem Lautsprecher in der Küche verbunden. Den Lautsprecher konnte man dann separat ansteuern und etwa das Radio nur in der Küche anmachen, während im Wohnzimmer jemand anderes ungestört ein Buch las. Toll.

Wenn man allerdings die Lautstärke ändern wollte, musste man aber immer rüber ins Wohnzimmer gehen. Wo man dann wiederum nicht hören könnte, wie laut das Radio jetzt in der Küche war – weil man sich ja im Wohnzimmer befand. Wir sind sehr oft zwischen diesen Räumen hin- und hergelaufen. Da werden es meine Kinder leichter haben. Mittels WLAN könnte ich die ganze Anlage so einrichten, dass ich mit dem Smartphone von der Arbeit aus das Radio in der Küche einschalten könnte. Aber ist das schon echte Innovation?

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