Biotechnik: "Experimente an Embryonen sind Wichtigtuerei"

PremiumBiotechnik: "Experimente an Embryonen sind Wichtigtuerei"

03. November 2015
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Wissenschaftsmanager Winnacker: "Solche Experimente an menschlichen Embryonen sind nichts als Wichtigtuerei."

von Susanne Kutter, Yvonne Esterházy und Philipp Mattheis

Mit einem Eingriff im Labor Menschen schon vor der Geburt etwa gegen Aids immun zu machen, klingt verlockend. Doch nicht nur gottesfürchtige Menschen empfinden Erbgut-Basteleien als Größenwahn.

Kathy Niakan reagiert zurückhaltend, ja fast verschreckt. Nein, sie wolle sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu ihrem Antrag äußern, sagt die in London arbeitende Stammzellforscherin. Vermutlich, weil sie Unerhörtes vor hat: Sie möchte das Erbgut menschlicher Embryonen gezielt verändern.

Zum ersten Mal plant eine Forscherin in einem westlichen Staat, mit offizieller Genehmigung menschliches Leben neu zu definieren. Niakan hat ihr Vorhaben bei der britischen Aufsichtsbehörde Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA) eingereicht. Die Forscherin will offenbar deren Gutachter, die womöglich bereits in der ersten November-Woche über das Ansinnen entscheiden, auf keinen Fall durch noch mehr Presseberichte verunsichern.

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