Ökonomie-Nobelpreis: Kein Donnerschlag aus Stockholm

PremiumKommentarÖkonomie-Nobelpreis: Kein Donnerschlag aus Stockholm

12. Oktober 2017
von Bert Losse

Der Ökonomie-Nobelpreis an den Verhaltensökonomen Richard Thaler ist wissenschaftlich eine gute Nachricht. Politisch eher nicht.

Deutsche Topökonomen sind voll des Lobes. Richard Thaler sei ein „würdiger Gewinner“, urteilt Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Auszeichnung des US-Ökonomen könne den Wirtschaftswissenschaften in Deutschland als Signal dienen, „mehr Wert auf empirisch belastbare Ansätze zu legen“.

Auch ifo-Chef Clemens Fuest lobt, Thalers Forschung biete „nicht nur neue Einsichten, sondern auch praktische Lebenshilfen“. In der Tat: Man darf sich freuen, dass der Preis diesmal nicht an einen jener strengen und allzu spezialisierten ökonomischen Formalisten gegangen ist, die unsere Lebenswirklichkeit partout in mathematische Formeln pressen wollen.

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Mit den „Behavioral Economics“, für die Preisträger Thaler steht, zeichnet das...


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