PremiumDrohnen: Vom Himmel geholt

06. Juli 2017
von Thomas Kuhn

Dem Boom der kleinen Überflieger folgt ein Boom der Abwehrtechnik. Noch aber haben fast alle Anbieter ein großes Problem.

Ein paar Hundert Meter führt die Bundesstraße 70 nordwärts, heraus aus dem Örtchen Meppen im Emsland. Dann zweigt rechts eine Straße in den Wald ab, deren Name Programm ist: Schießplatz. Hier testet die Bundeswehr auf einem riesigen Wald- und Heidegelände Waffen und Munition. Schilder warnen: „Militärischer Sicherheitsbereich.“ Foto- und Videoaufnahmen sind streng verboten, ebenso Flüge über dem Schießplatz. An diesem Junitag aber tönt stundenlang das Surren von Drohnen über dem Sperrgebiet. Die Piloten steuern ihre Flieger mal im Tiefflug über die Heide, mal gedeckt zwischen Bäumen und Gebüschen. Sie sollen die Luftabwehrsysteme überlisten, deren Hersteller die Truppe kurzfristig zum Test geladen hat. Im Nahen Osten nutzen Terroristen Drohnen aus Elektronikmärkten als fliegende Granatwerfer.

Lücke beim Militär

Es eilt. Nicht nur bei der Bundeswehr. Allein hierzulande gibt es mindestens 400 000 Drohnen, schätzt die Deutsche Flugsicherung; 2020 sollen es 1,2 Millionen sein. Je mehr Mikroflieger unterwegs sind, desto größer werden auch die Gefahren. Zwar stufen Sicherheitsexperten Terrorszenarien wie in Nahost hierzulande nur als theoretische Bedrohung ein. Kopfzerbrechen bereiten die kleinen Flieger deutschen Behörden, Unternehmen und Bürgern aber allemal.

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