AdBlue-Manipulation: Ein Insider packt aus

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PremiumAdBlue-Manipulation: Ein Insider packt aus

28. Juli 2017
von Martin Seiwert

Ein zusätzlicher Tank für Harnstoff, 45 Liter. Ein Entwickler, der bei einem großen deutschen Autobauer an einem neuen Modell arbeitet, bekommt eine E-Mail, die ihn ratlos zurücklässt.

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Eingespritzt in die Abgasleitung, soll die Flüssigkeit mit dem Markennamen AdBlue die Stickoxidemissionen auf das gesetzlich vorgeschriebene Niveau absenken.

Er und seine Mitstreiter sollen einen 45-Liter-Tank für eine Harnstofflösung in dem Wagen unterbringen. Eingespritzt in die Abgasleitung, soll die Flüssigkeit mit dem Markennamen AdBlue die Stickoxidemissionen auf das gesetzlich vorgeschriebene Niveau absenken. AdBlue ist eine deutsche Erfindung, die Markenrechte liegen beim Autoherstellerverband VDA. 45 Liter? „Im eng begrenzten Bauraum eines Autos ist dafür absolut kein Platz“, erinnert sich der Mann. „Wir hatten keine Idee, wo das Riesending hin sollte.“

Die Entwickler der Abteilung verfolgen die wildesten Ideen. Es scheint keine Lösung in Sicht. Doch dann naht Rettung: Der Tank müsse gar nicht so groß sein, „Ungefähr das halbe Außenvolumen müsste reichen“, heißt es auf einmal aus der für die Abgasnachbehandlung zuständigen Abteilung. Es sei gelungen, die Einspritzung der Harnstofflösung effizienter zu gestalten. Der kleinere Tank schafft es ins Fahrzeug – Aufgabe gelöst.

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