BMW Milliarden in der Wüste

Premium

Der Autohersteller baut ein Werk in Mexiko, doch seit der Wahl Donald Trumps ist dessen Sinn fraglich. Populismus macht Investitionen unsicher.

In den Farben Mexicos: Im südlichen Nachbarstaat der USA soll ab 2019 der 3er-BMW gebaut werden. Quelle: Presse

Oliver Zipse hat eigentlich immer alles richtig gemacht. Maschinenbau an der TU Darmstadt, MBA an einer führenden Managementschmiede, dann bei BMW der Aufstieg vom Trainee über den Werksleiter bis zum Produktionsvorstand. Im Juli 2016 repräsentiert der 52-Jährige, macht den ersten Spatenstich für das mexikanische Werk in San Luis Potosi, einer 700.000-Einwohner-Stadt im Norden des Landes.

Das erste mexikanische BMW-Werk soll so makellos werden wie die Vita des Produktionschefs. Zwischen weißen Hallen im schlichten Bauhaus-Design blühen Kakteen, darüber wölbt sich der wolkenlose Himmel. Die Umweltbilanz lässt deutsche BMW-Standorte alt aussehen, der gesamte Strom kommt aus fabrikeigenen Solaranlagen, der Wasserverbrauch ist rekordverdächtig niedrig. Dass die Bandarbeiter bei der Produktion nur ein paar Cent mehr verdienen werden als ihre Kollegen in China, rundet das Bild eines betriebswirtschaftlichen Musterbetriebs ab.

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%