VW darf den Skandal nicht aussitzen

PremiumGastbeitragMassenklage in der Abgasaffäre: VW darf den Skandal nicht einfach aussitzen

03. September 2017

Deutsche Diesel-Käufer wurden von der Automobilindustrie getäuscht und betrogen. Nun sollen sie einfach abgespeist werden. Es ist an der Zeit, sich zu wehren.

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Die Zukunft der Autoindustrie löst man doch nicht auf dem Rücken der Käufer, findet Gerhart Baum.

Die Autokrise betrifft verschiedene Lebensbereiche: die Zukunft der Automobilindustrie selbst, ihre zahlreichen Zulieferer, die beschäftigten Arbeitnehmer und die deutsche Volkswirtschaft. Von denen, die das fehlerhafte Produkt gekauft haben, also von den Käufern und ihrem wirklichen Schaden ist nicht die Rede. So war es auch beim sogenannten Autogipfel. Die Käufer haben keinen Anwalt in der Politik.

Die Käufer haben ein fehlerhaftes Produkt gekauft. Sie sind getäuscht, im Falle Volkswagen betrogen worden. Sie haben einen Schaden erlitten und man will sie mit einer Software-Nachrüstung und Prämien beim Neukauf abspeisen. Die Nachrüstung führt nicht zu den gewünschten Schadstoffreduzierungen in den belasteten Städten. Und zu den Prämien: warum werde ich gezwungen, mir ein neues Auto dieses Herstellers zu kaufen. Eine Schadensminderung erreiche ich angesichts der hohen Prämien, die ich bei Neukauf ohnehin erhalte, nicht.

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