Opel: Neuer Besitzer, altes Problem

PremiumKommentarOpel: Neuer Besitzer, altes Problem

10. März 2017
von Annina Reimann

Opel steht vor einer Mammutaufgabe: Die Marge muss hoch, sonst ist der Autobauer nicht mehr zukunftsfähig.

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Carlos Tavares CEO of PSA Peugeot Citroen (links), Dr Karl-Thomas Neumann CEO of Opel Group and President of General Motors Dan Ammann (rechts).

Alles könnte so schön sein: Der französische Konzern PSA Peugeot Citroën kauft Opel und befreit die Deutschen damit aus den Fesseln der amerikanischen Mutter General Motors (GM). Endlich ist Schluss mit den trägen, globalen Prozessen. Schluss mit dem Warten aufs Okay aus Amerika. Endlich ist Spielraum für Opel, weil kein Mutterkonzern mehr da ist, der den Auftritt auf wichtigen Märkten wie den USA und China aus Angst vor hauseigener Konkurrenz untersagt.

Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: PSA-Chef Carlos Tavares hat den Ball geschickt ins Feld der Rüsselsheimer gespielt. Er will, dass sich der verlustreiche Autobauer selbst saniert, und sagt, dass nur „Leistung“ ihn beschützen kann. Doch Leistung allein verkauft keine Autos, und Opels Werke plagen Überkapazitäten. Tavares erwartet schon in wenigen Jahren jährliche Synergien von 1,7 Milliarden Euro; bis 2026 soll Opel sechs Prozent Marge abwerfen.

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