"Thermofenster" im Dieselskandal: Wenn die Vergiftung der Menschen dem Motorschutz dient

Premium"Thermofenster" im Dieselskandal: Wenn die Vergiftung der Menschen dem Motorschutz dient

03. August 2017
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Das "Thermofenster" bezeichnet unterschiedlichste Faktoren, aufgrund derer die Autohersteller eine Drosselung der Abgasreinigung für nötig erachteten. Die Folge: Erhöhter Stickstoffausstoß.

von Christian Schlesiger

Beim „Thermofenster“ denken die meisten wohl an gut isolierte Fenster im Haus. Doch der Begriff hat auch eine unrühmliche Bedeutung: Er ist Symbol für die Arroganz der Autoindustrie und deren Volksverdummungsstrategie.

Eigentlich erinnert das „Thermofenster“ an deutsche Ingenieurkunst aus Wirtschaftswunderzeiten: Seit 1959, als der Unternehmer Alfred Arnold eine Isolierung für die Mehrfachverglasung erfand, sorgt das Thermofenster in Wohnungen für wohligen Schutz vor Hitze und Kälte.

Eigentlich. Denn offensichtlich fand jemand den Begriff so griffig, dass er ihm eine neue Bedeutung zukommen ließ – dieses Mal aber eine unrühmliche: als Symbol für die Arroganz einer Autoindustrie, die glaubte, Politik, Behörden und Öffentlichkeit jeden Unsinn als Expertentum unterjubeln zu können.

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Aber der Reihe nach. Im April 2016 erschien in Berlin der Abschlussbericht der „Untersuchungskommission Volkswagen“, vorgestellt von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Der Bericht...


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