Volkswagen: Pulli weg, Anzug an

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PremiumVolkswagen: Pulli weg, Anzug an

28. März 2017
von Melanie Bergermann

Wenn Ferdinand Piëch sich wie geplant bei Porsche verabschiedet, bekommt der Porsche-Clan bei VW noch mehr Macht. Peter Daniell Porsche, der lange als kauziger Außenseiter galt, kommt dann eine Führungsrolle zu.

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Hans-Peter Porsche und sein Sohn Peter Daniell Porsche.

Bei Terminen fuhr Peter Daniell Porsche schon mal mit dem Traktor vor oder er lief in Arbeitskleidung durch die Salzburger Innenstadt. Der Spross der gleichnamigen Autodynastie bemühte sich kein bisschen, den Anforderungen der alten Porsche-Generation, die Wert auf Etikette und Zurückhaltung legt, gerecht zu werden. Immer wieder rollte einer in der Familie mit den Augen, wenn Peter Daniell mal wieder seine Meinung sagte, dabei den Führungsstil seines Onkels Ferdinand Piëch kritisierte oder zum Besten gab, dass er seinen Reichtum lieber teilen will, statt eine Yacht zu kaufen. Der Waldorf-Pädagoge geriet zum Außenseiter.

Das war gestern. Heute könnte Peter Daniell innerhalb der Familie ernst genommen werden. Schon lange hat er keine staatstragenden Interviews mehr gegeben. Definierte er sich früher vor allem über die von ihm maßgeblich finanzierte Schule für benachteiligte Kinder, rückt nun eine andere Seite von ihm in den Vordergrund: die des Unternehmers. Auf der Homepage seiner Firma zeigt er sich seriös, im dreiteiligen Anzug statt im Pulli. Es geht nicht um ihn und seine Haltung, sondern um seine Investitionen.

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