Goldman Sachs: Druck auf Lloyd Blankfein wächst

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PremiumGoldman Sachs: Star-Banker Blankfein verliert seinen Glanz

20. August 2017
von Tim Rahmann

Lloyd Blankfein, Vorstandschef des US-Bankengiganten Goldman Sachs, hat harte Kritik und schwere Krisen überstanden, doch nun lahmt das Geschäft. Der Bankchef ist nicht mehr unantastbar.

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Goldman Sachs-Chef Lloyd Blankfein ist nicht mehr unantastbar.

Sechs Jahre schon ist Lloyd Blankfein Mitglied bei Twitter, genutzt hat er das jedoch lange allenfalls passiv. Vor wenigen Wochen aber sendete der Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs eine erste Botschaft in die darüber durchaus erstaunte Welt. Dass sein Land nicht mehr beim Pariser Klimaabkommen mitmacht, erklärte er zum „Rückschritt für die Umwelt und die Wahrnehmung der USA in der Welt“. Seitdem hat der 62-Jährige weitergemacht. Versuchen, die Zuwanderung einzuschränken, entgegnet er, dass es „an Diversität keine Zweifel gibt“, das politische Klima in den USA hält er für „sehr schlecht“.

Dass sich ein Bankchef aktiv und eindeutig in die Politik einmischt, ist ungewöhnlich. Dass sich ausgerechnet Blankfein zum Kritiker von Donald Trump aufschwingt, sein Missfallen sogar ins US-Fernsehen trägt, ist umso bemerkenswerter. Zwar steht der Sohn eines einfachen Postangestellten aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn politisch schon immer den Demokraten nahe. Doch bisher haben er und seine Kollegen es stets tunlichst vermieden, sich offen mit den Mächtigen anzulegen. Könnte ja schlecht fürs Geschäft sein.

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