HSH Nordbank: Italien an der Elbe

PremiumHSH Nordbank: Italien an der Elbe

09. Juli 2017
von Saskia Littmann und Cornelius Welp

Der angestrebte Verkauf droht zu scheitern, die Eigentümer arbeiten an Notfallplänen. Sie wollen erreichen, dass auch der Bund einspringt.

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Logo und Schriftzug der HSH Nordbank.

Bankenrettung ist ein aussterbendes Geschäft. Die Gänge der Frankfurter Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) wirken verwaist, die Türen sind geschlossen. Tatsächlich liegen die wichtigsten Tage der Institution ein paar Jahre zurück. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise hatten Politiker sie Ende 2008 ins Leben gerufen, um strauchelnde Banken mit Steuergeld zu stabilisieren. Die meisten Fälle sind mittlerweile erledigt, geblieben sind im Wesentlichen eine Beteiligung an der Commerzbank, ein paar Reste der WestLB und der Hypo Real Estate. Neue Rettungen soll es nicht mehr geben. Das haben Politiker nicht nur so versprochen, das sehen mittlerweile auch Gesetze vor.

Wegen der Krise der HSH Nordbank könnte das hehre Dogma jedoch ins Wanken geraten. Zwar regten sich deutsche Politiker erst vergangene Woche lautstark auf, als Italien mit Staatsgeld zwei Regionalbanken stützte, doch an der Elbe dürfte nun Ähnliches passieren: Wie Insider berichten, arbeiten Aufseher und Politiker im Finanzministerium sowie in den Ländern an Notfallplänen, die auch eine Beteiligung des Bundes vorsehen. Dafür werden bereits Lücken im Gesetz sondiert, erfuhr die WirtschaftsWoche von mehreren Insidern.

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