Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon: "Kostenlose Angebote sind unehrlich"

PremiumInterviewSparkassenpräsident Georg Fahrenschon: "Kostenlose Angebote sind unehrlich"

20. Juni 2016, aktualisiert 20. Juni 2016, 09:22 Uhr
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Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

von Mark Fehr und Christian Ramthun

Der Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon spricht im Interview über die Krise der Landesbanken, den Minuszins und kritisiert Gratisangebote für Bankkunden.

WirtschaftsWoche: Herr Fahrenschon, die Bremer Landesbank musste gerettet werden. Ist das der Vorbote einer neuen Krise?
Georg Fahrenschon: Ich sehe weder eine Rettung noch eine Krise – jedenfalls in unserem Sektor nicht. Die Bremer Landesbank ist seit vielen Jahren ertragreich und solide. Der Kapitalbedarf ist wegen Wertberichtigungen in einem Geschäftsbereich entstanden. Die Eigentümer haben sehr schnell klargemacht, dass sie zu ihrer Verantwortung stehen. Solch entschlossenes Handeln würde ich mir auch bei anderen Banken wünschen. Die Landesbanken sind heute stabiler als im Krisenjahr 2008. Sie haben die Risikoaktiva , wie Kredite und Wertpapiere, halbiert. Dieser Aufgabe hat sich kein anderer Marktteilnehmer...


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