Air Berlin Insolvenz: Die Gewinner und Verlierer der Pleite

PremiumAir Berlin: Die Gewinner und Verlierer der Pleite

17. August 2017
von Henryk Hielscher, Jacqueline Goebel, Rüdiger Kiani-Kreß, Christian Schlesiger und Cornelius Welp

Der Insolvenzantrag Air Berlins läutet die Zerschlagung der chronisch defizitären Fluglinie ein. Wer von der Pleite profitiert und wer verliert – ein Überblick.

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Ein Flieger von Air Berlin hebt ab

Die Sitzung dauerte bis weit nach Mitternacht. Ausgerechnet im Tagungsraum Abu Dhabi der Air-Berlin-Zentrale in der Hauptstadt hatten sich am vergangenen Dienstag Sanierer, Beraterteams und Manager des Unternehmens versammelt, um über das Schicksal der Fluggesellschaft zu beraten. Kurz zuvor hatte Air Berlin einen Insolvenzantrag gestellt. Hinter den Kulissen war die Pleite penibel vorbereitet worden. Die Politik war an Bord. Das Luftfahrt-Bundesamt konnte – anders als bei früheren Airline-Insolvenzen – davon überzeugt werden, den Flugbetrieb weiter zu genehmigen. Nun galt es im Konferenzraum und bei zig parallelen Meetings, die nächsten Schritte festzulegen, um die taumelnde Fluggesellschaft auch in den kommenden Monaten am Leben zu erhalten.

Verlierer: Der Großaktionär

Vor allem für die rund 7200 Beschäftigten in Deutschland beginnt eine Phase der Ungewissheit. Bis Ende Oktober erhalten sie Insolvenzgeld von der Arbeitsagentur. Spätestens dann muss feststehen, wohin die Reise geht. Schon heute zeichnet sich ab, dass der Name Air Berlin vom Himmel verschwinden wird. Es läuft auf eine Zerschlagung der chronisch defizitären Fluglinie hinaus, mit Folgen für Wettbewerber, Passagiere und die Politik.

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