Frank Thelen: „US-Unternehmen überrollen uns“

PremiumFrank Thelen: „US-Unternehmen überrollen uns“

11. Januar 2018
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Frank Thelen

von Christian Ramthun

Frank Thelen bangt um den deutschen Standort. Der Starinvestor befürchtet, dass die USA ihre Vorherrschaft bei forschungsintensiven Hightechunternehmen ausbauen - und gibt der künftig Bundesregierung deshalb einen Rat.

Herr Thelen, die US-Steuerreform enthält ein Bündel an Anreizen für innovative Unternehmen. Gehen Sie als Start-up-Investor nun rüber?
Das würde ich schon wegen Donald Trump nicht tun! Er ist ein bösartiger und unfähiger Machthaber. Außerdem liebe ich Europa. Aber wenn man sich die US-Steuerreform sachlich anschaut, muss ich sagen: Das sind super Ansätze für Hightechunternehmen.

Nämlich?
Da ist zum einen die allgemeine Senkung der Steuersätze, womit Amerika an Deutschland vorbeizieht. Darüber hinaus gibt es für Gewinne aus technologischen Neuerungen einen noch viel niedrigeren Steuersatz. So locken die Amerikaner noch mehr Zukunftsinvestitionen aus der ganzen Welt an und bauen ihre Vorherrschaft bei forschungsintensiven Hightechunternehmen aus. Das erhöht die Gefahr, dass uns die US-Unternehmen bald völlig überrollen.

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Was sollte die nächste Regierung tun?
Wir brauchen auch in Deutschland ein wettbewerbsfähiges Steuersystem.

Zur Person

  • Frank Thelen

    Frank Thelen, 42, finanziert mit seiner Risikokapitalfirma Freigeist Capital junge Technologie-Start-ups und gehört zu den ‧Investoren in der TV-Sendung ‧„Höhle der Löwen“.


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