Luftfahrt: Besuch auf dem Friedhof der Flugzeuge

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PremiumLuftfahrt: Besuch auf dem Friedhof der Flugzeuge

05. September 2017
von Tim Rahmann

Die Pleite von Air Berlin zeigt: Nur wer sein Geschäft gründlich ausmistet, kann der Konkurrenz enteilen – und überleben. Nirgends zeigt sich das so deutlich wie auf dem Friedhof für Flugzeuge.

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Regionalflughafen in Roswell boomt als Friedhof für ausrangierte Flieger.

Avee Rodriguez steuert seinen schwarzen Geländewagen auf den Stacheldrahtzaun zu, der das Roswell International Air Center in New Mexico umgibt. Gut einen Meter davor stoppt er, öffnet das Fenster und tippt einen vierstelligen Code auf ein Zahlenfeld. Ein Tor im Zaun öffnet sich und Rodriguez fährt auf das Vorfeld des Regionalflughafens, auf die Boeings und Airbusse zu, die links und rechts Spalier stehen. „Aus der Ferne ganz normale Flugzeuge“, sagt der gebürtige Mexikaner. Er macht eine kurze Pause und ergänzt: „Aus der Nähe aber nicht.“ Und fährt ein Stück weiter. Am rechten Flügel hängen graue und grüne Kabel; wo einst die Turbine saß, klafft ein Loch. Und an der Seite fehlen die Fenster. Rodriguez ist zufrieden.

„Wir sind super im Zeitplan; noch 48 Stunden, und alles, was irgendeinen Wert hat, ist raus aus dem Airbus.“

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