Lufthansa baut Monopolstellung aus: Jetzt wird's teuer

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PremiumLufthansa baut Monopolstellung aus: Jetzt wird's teuer

23. Januar 2017
von Rüdiger Kiani-Kreß und Peter Steinkirchner

Die Lufthansa nutzt das Desaster von Air Berlin, um Ryanair und Co. abzuwehren. Mit Übernahmen und Kooperationen stärkt er seine Position. Was dem Unternehmen nutzt, schadet den Kunden: Tickets werden teurer.

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Jetzt wird’s teuer: Die Lufthansa baut ihre Stellung in Deutschland aus. Es drohen ein Monopol und höhere Preise.

Viele Monate war Carsten Spohr kaum wiederzuerkennen, selbst für alte Bekannte nicht. Der sonst so lässige Lufthansa-Chef wirkte bei seinen öffentlichen Auftritten angespannt, traf fast keine wichtigen Entscheidungen, schien beim endlosen Pilotenstreik im Herbst unbeweglich, starr – obwohl ihm Investoren und Belegschaft ein Treffen mit seinen wichtigsten Angestellten mehrfach ans Herz gelegt hatten. Schon warfen Anleger ihm „Selbstgefälligkeit“ vor. Monate ging das so.

„Einen guten Piloten erkennt man nicht daran, dass er schnell reagiert, sondern dass er das Richtige tut“, verteidigt Spohr, der eine aktive Lizenz als Kapitän hat, seine Strategie. Was das Richtige ist, scheint nun klar: schwache Wettbewerber aufkaufen, mit starken Allianzen schmieden und vor allem: unliebsame Konkurrenz aus Deutschland raushalten. Doch was Lufthansa nutzt, ist vor allem für Geschäftsreisende bitter. Denn dort, wo Lufthansa Strecken dominiert, kann Spohr höhere Preise fordern.

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