Pakt mit dem Feldherren: Was Vonovia mit seinem neuen französischen Partner vorhat

PremiumPakt mit dem Feldherren: Was Vonovia mit seinem neuen französischen Partner vorhat

06. Dezember 2017
von Karin Finkenzeller und Harald Schumacher

Frankreichs Wohnungsmarkt gleicht dem deutschen vor der ersten Privatisierungswelle. Das will der Dax-Konzern Vonovia für sich nutzen.

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Wie Vonovia sein nationales Geschäft globalisieren will.

Per Du sind beide, seit sie sich im August in einer Brasserie in Paris getroffen haben. Für Ende Januar haben sich André Yché und Rolf Buch erneut verabredet. Dann wollen die Chefs des französischen Wohnungskonzerns SNI und der deutschen Vonovia bereden, wie es mit ihrem gemeinsamen Projekt weitergeht.

Sie haben Großes vor. Mit jeweils rund 350.000 Wohnungen sind beide in ihren Heimatländern Marktführer. Eine Expansion jenseits der Grenzen aber galt bisher als ausgeschlossen. Buch verkündet nun den Bruch mit der Regel: „Die Story vom besonderen deutschen Mietrecht war nicht richtig. Wir haben zum ersten Mal europäische Ambitionen“, sagt er. Erster Schritt der Strategiewende soll der Erfahrungsaustausch in der Partnerschaft mit SNI sein. Mittelfristig könnten Vonovia und SNI sogar als Unternehmen zusammenwachsen.

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Die Perspektive kann Buch gut gebrauchen. Seit 2016 die Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen scheiterte, ist Wachstum für ihn schwierig. Von 143.000 Wohnungen, die sich die Akquiseabteilung in diesem Jahr anschaute, kaufte Vonovia ganze 2000. Da der Konzern gleichzeitig rund 10.000 Wohnungen außerhalb von Metropolregionen abstoßen will, schrumpft sein Portfolio.


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