Solarworld: Sonnenkönig fällt vom Thron

PremiumSolarworld: Sonnenkönig fällt vom Thron

10. Mai 2017
von Angela Hennersdorf

Gründer Frank Asbeck meldet Insolvenz an, ein Rettungskonzept hatte er nicht. Geld steckt er jetzt in Immobilien. Warum Frank Asbeck einen aussichtslosen Kampf um sein Lebenswerk führt.

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Solarworld Gründer Frank Asbeck in seinem Büro.

Die Augen der 99 toten Füchse leuchten smaragdgrün. Das ist ein gutes Zeichen. „Wenn ich schlechte Laune habe, schalte ich die LED-Lichter um“, sagt Frank Asbeck. Der Chef des Bonner Solarherstellers Solarworld drückt einen Knopf – sofort springen die Augen der an die Wand genagelten Wildtiere auf Rot. Asbeck, passionierter Jäger, lächelt zufrieden und schaltet zurück auf Grün.

Dabei hatte der 57-Jährige schon an diesem Maitag keinen Grund für gute Laune.

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Sein Unternehmen Solarworld steckte in einer existenzbedrohenden Krise, am vergangenen Mittwochabend gab Asbeck bekannt, er werde wegen Überschuldung Insolvenz anmelden. Der Verlust vor Zinsen und Steuern hatte sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr mit 28 Millionen Euro fast verdreifacht. Trotz Sparprogramm waren die Zahlen desaströs: Die Nettoverschuldung kletterte von 217 Millionen auf über 300 Millionen Euro, die liquiden Mittel dürften von 100 Millionen Anfang 2016 auf 54 Millionen Euro in diesem Jahr fallen, so die Prognose.

Solarworld Solarkonzern kündigt Insolvenz an

Der Bonner Solarkonzern Solarworld ist nach eigenen Angaben überschuldet. Das Unternehmen werde deshalb Insolvenz anmelden, teilte der Vorstand des Unternehmens mit.

Solarworld kündigt einen Insolvenzantrag an. Quelle: dpa

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