Einzelhandel in der Krise: "50.000 geschlossene Geschäfte sind die Untergrenze"

PremiumInterviewEinzelhandel in der Krise: "50.000 geschlossene Geschäfte sind die Untergrenze"

20. August 2017
von Nico Hornig

Wie kann der stationäre Handel gegen Onlineshops bestehen? Während einige mehr verkaufsoffene Sonntage fordern, sehen andere die Lösung in Kooperationen. Tausende Geschäfte sind dennoch nicht zu retten.

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Der Onlinehandel bedroht immer mehr lokale Händler.

Rund 4000 selbstständige Einzelhändler vertreiben über den Online-Shop schuhe.de ihre Waren. Sie sparen sich so den teuren und aufwändigen Aufbau einer eigenen Internetpräsenz – und versuchen auch, Kunden in die lokalen Filialen zu locken. Günter Althaus ist Vorstandsvorsitzender der Einkaufsgenossenschaft ANWR Group, die den Onlineshop betreibt. Im Gespräch mit WiWo Online verrät er, warum Läden nicht jeden Sonntag öffnen müssen und welcher Branche die Digitalisierung zum Verhängnis wird.

Herr Althaus, Ihre Plattform schuhe.de hat vor wenigen Wochen eine Kooperation mit Zalando angekündigt. Ein Pakt mit dem Teufel?
Günter Althaus: Im Gegenteil. Wir akzeptieren, dass Zalando eine enorme Kundenreichweite hat, gerade wenn es um das Thema Schuhe und Textil geht. An die würden wir nicht so ohne weiteres herankommen, außer mit gigantischen Investitionen in unsere Plattform. Wir haben dagegen durch unsere vielen Händler das breiteste am Markt verfügbare Sortiment. Wir digitalisieren jeden Schuh, den wir kriegen können. Zusätzlich verknüpfen wir die Warenbestände unserer Händler untereinander sowie mit der Industrie. Dadurch erreichen wir eine hohe Verfügbarkeit. Und deshalb sind wir für Zalando interessant.

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