Alno: Die fragwürdigen Geschäfte des Managements

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PremiumAlno: Die fragwürdigen Geschäfte des Managements

04. September 2017
von Henryk Hielscher und Melanie Bergermann

Mit Deals auf eigene Rechnung soll der Ex-Chef den insolventen Küchenhersteller Alno geschwächt haben. Auch der Hastor-Clan fühlt sich getäuscht.

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Exchef Max Müller soll Küchenhersteller Alno geschwächt haben.

Max Müller fand klare Worte. „Die Bude hat gebrannt“, konstatierte Müller, als er im Frühjahr 2011 die Macht beim Küchenhersteller Alno übernahm. Nun müsse er „idiotische Entscheidungen rückgängig machen“, befand Müller und machte sich daran, den einst größten Küchenbauer Deutschlands wieder in eine Goldgrube zu verwandeln.

Das Kunststück gelang, zumindest für ihn selbst. Nach Recherchen der WirtschaftsWoche zog Müller über diverse Deals zwischen Alno und Gesellschaften aus seinem privaten Umfeld Beträge in Millionenhöhe aus dem Konzern. Natürlich zuzüglich zu seinem Vorstandssalär. Und das, obwohl sich die Lage für Alno auch nach Müllers Amtsantritt kaum besserte. Im Gegenteil: Nach kurzer Erholung ging es rapide bergab mit dem Unternehmen. Im Juli dieses Jahres, kurz nach dem Abgang Müllers als Vorstandschef, meldete Alno Insolvenz an.

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