Bayer-Chef Marijn Dekkers: "Für Covestro ist Bayer nicht mehr die beste Heimat"

PremiumBayer-Chef Marijn Dekkers: "Für Covestro ist Bayer nicht mehr die beste Heimat"

05. Oktober 2015
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Marijn Dekkers

von Jürgen Salz, Miriam Meckel und Gregor Peter Schmitz

Der Bayer-Chef Marijn Dekkers spricht im Interview mit unserer Redaktion über die Abspaltung der Chemiesparte Covestro, den VW-Abgasskandal und warum er Pharma und Pflanzenschutz jetzt enger verbindet.

WirtschaftsWoche: Herr Dekkers, die Nachfrage der Investoren nach der Aktie Ihres Kunststoff-Ablegers Covestro war eher schwach. Warum wollen Sie das Chemiegeschäft abstoßen?

Marijn Dekkers: Mit unserer Sparte Bayer Material Science, die nun Covestro heißt, machen wir zwar 30 Prozent unseres Umsatzes, aber nur zehn Prozent vom Gewinn. Es ist ein Geschäft, das heute auch von Massenproduktion und Preisdruck bestimmt wird. Pharma und Pflanzenschutz hingegen werden durch die Innovationen bestimmt, weshalb wir dort viel in Forschung und Entwicklung investieren, und sie erwirtschaften auch deutlich mehr. Also hätten wir künftig nicht mehr so stark in Covestro investieren können. Für alle Beteiligten ist...


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