Under Armour: Ein kräftiger Tritt vom dümmsten Rivalen

PremiumKommentarUnder Armour: Ein kräftiger Tritt vom dümmsten Rivalen

03. Februar 2017
von Peter Steinkirchner

Jahrelang gab Under-Armour-Gründer Kevin Plank das Großmaul der Sportbranche. Jetzt ist Demut angesagt.

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Kleidungsstücke der Marke "Under Armour".

Autsch, Kevin Plank, das tat weh, nicht wahr? Zwar ist der Gründer und Chef der US-Sportmarke Under Armour gesunde Härte gewöhnt. Zu Uni-Zeiten trat er im American Football an. Doch der finanzielle Bodycheck, den der 44-Jährige gerade einstecken musste, dürfte schmerzhafter sein als nur ein paar blaue Flecken: Um ein gutes Viertel rauschte der Aktienkurs seines Konzerns in den Keller, so viel wie nie zuvor. Plank selbst büßte gut 400 Millionen Dollar seines Vermögens ein. Quartalszahlen, die schlechter ausfielen als erwartet, und ein mauer Ausblick für 2017 sorgten für die Talfahrt.

Zugeben wird es keiner – doch der Absturz des Emporkömmlings aus Baltimore dürfte bei Nike und Adidas mit einem breiten Grinsen quittiert worden sein. Denn mit Plank erwischt es das Großmaul der Branche, das zwar in 20 Jahren aus einer Klitsche eine Milliardenmarke formte, doch auf dem Weg dahin immer mal gern verbal das Bein stehen ließ. Adidas, höhnte Plank 2014, sei ja wohl sein „dümmster Wettbewerber“. Under Armour hatte Adidas da in den USA gerade von Platz zwei verdrängt.

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