Apple: Feilschen steht Apple nicht

PremiumKommentarApple: Feilschen steht Apple nicht

20. Juli 2017
von Matthias Hohensee

Der Technologieriese zahlt einfach keine Lizenzgebühren mehr für seine iPhones. Damit gefährdet Apple seine ganze Branche.

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Apple nutzt in seinen iPhones Technologien von Qualcomm, bezahlt jedoch seit März nichts mehr dafür.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in einen dieser lichtdurchfluteten Verkaufstempel, in denen der kalifornische Unterhaltungselektronikkonzern Apple seine iPhones, iPads und Macs präsentiert. Sie entscheiden sich, ein iPhone 7 Plus zu kaufen. Was Sie stört, ist jedoch der Preis von 899 Euro. Viel zu teuer, beschweren Sie sich beim Verkäufer. Und kündigen ihm an, das Smartphone zwar nicht zu bezahlen, aber trotzdem mitzunehmen. In der Hoffnung, dass man sich später auf einen fairen Preis einigen kann. Jede Wette, dass das nicht funktioniert.

Bei Apple anscheinend schon. Der wertvollste Konzern der Welt nutzt in seinen iPhones Technologien von Qualcomm. Er bezahlt jedoch dem südkalifornischen Unternehmen über seine Auftragsfertiger seit März nichts mehr dafür, weil es die verlangten Gebühren für zu hoch hält. Deshalb hat Qualcomm Apple nicht nur in den USA verklagt, sondern in dieser Woche auch in Deutschland. Ziel ist, Apple durch ein drohendes Verkaufsverbot für iPhones im wichtigen deutschen Markt unter Druck zu setzen.

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