Glasfasernetz: Dünne Zahlen, dick aufgetragen

PremiumKommentarGlasfasernetz: Dünne Zahlen, dick aufgetragen

14. September 2017
von Jürgen Berke

Viel Getöse um nichts. Vodafone präsentiert seine Pläne fürs Gigabit-Zeitalter – und hält sich beim Bau von Glasfasernetzen zurück.

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Vodafone-Logo vor der Unternehmens-Zentrale.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat den besten Glasfaserplan fürs Land? Wenn die Chefs der großen Telekomkonzerne Ideen verbreiten, wie sie den Internetnotstand in Deutschland beseitigen wollen, klingt das fast immer nach einem Märchen der Gebrüder Grimm. Die Erzähler aus dem Hause Vodafone haben sich in dieser Woche eine besonders schöne Geschichte ausgedacht. Vollmundig verkündete Deutschlandchef Hannes Ametsreiter ein „milliardenschweres Ausbauprogramm für die Gigabit-Gesellschaft“, mehr noch: das „größte private Gigabit-Investitionsprogramm, das es jemals in Deutschland gegeben hat“.

Dicker kann man spindeldürre Nachrichten nicht auftragen. Vodafone macht aus einer Mücke einen Elefanten. Denn tatsächlich ist das Wörtchen „Giga“ in Ametsreiters Bit-Offensive ein Synonym von „minimal“: Lediglich zwei Milliarden Euro will Vodafone in den kommenden vier Jahren zusätzlich in die Beschleunigung seiner Netze investieren. Jeder dritte Deutsche, so das Versprechen, soll Ende 2021 einen superschnellen Internetanschluss mit einer Geschwindigkeit von mindestens einem Gigabit pro Sekunde bei Vodafone bestellen können.

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