Marktwirtschaft: Datenmonopol-Kapitalismus

PremiumGastbeitragMarktwirtschaft: Datenmonopol-Kapitalismus

01. Dezember 2017

Apple, Google oder Facebook fahren Riesenrenditen ein, weil sie über noch nie da gewesene Datenmengen herrschen – und Konkurrenz im Keim ersticken. Wir brauchen ein neues Kartellrecht für den Datenkapitalismus.

Apple plus 19 Prozent. Google/Alphabet plus 33 Prozent. Facebook plus 79 Prozent. Bei den jüngsten Quartalsergebnissen der digitalen Superstarfirmen aus den USA jagte ein Gewinnrekord den nächsten. Dass in einer Marktwirtschaft große Marktteilnehmer oft im Vorteil sind, ist lange bekannt. Henry Ford machte vor, wie es geht: Stückzahlen rauf, Stückkosten runter, bei steigender Qualität mehr verkaufen. Im Industriezeitalter halfen Skaleneffekte großen Unternehmen, immer größer zu werden. Die Digitalisierung brachte seit den Neunzigerjahren den Netzwerkeffekt immer stärker ins Spiel. Netzwerkeffekte erhöhen den Nutzen digitaler Dienste, je mehr Kunden der Dienst hat.

Ökomom Jean Tirole über Monopole "Google und Facebook müssen angreifbar sein"

Der französische Wirtschafts-Nobelpreisträger Jean Tirole warnt davor, die Marktmacht von Digitalunternehmen wie Google zu verteufeln.

Der Ökonom Jean Tirole erforscht die Marktmacht von Digital-Konzernen. Quelle: Illustration: Nate Kitch; Foto: LAIF

Fast alle Superstarfirmen betreiben digitale Plattformen mit starken Netzwerkeffekten. Dank dieser konnten sie Marktanteile erobern, von denen europäische Stahlbarone, japanische Kamerahersteller oder amerikanische Anbieter von Waschmittel nur träumen konnten.

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