MyBucks: Ratenkredit-Plattform strebt an die Frankfurter Börse

MyBucks: Ratenkredit-Plattform strebt an die Frankfurter Börse

, aktualisiert 26. April 2016, 13:06 Uhr
Bild vergrößern

Mit dem Erlös aus dem Börsengang wollte der Kleinkreditanbieter die Expansion in Afrika und Europa finanzieren.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Kleinkreditanbieter MyBucks plant einen Börsengang in Deutschland. Das Fintech-Unternehmen, das bisher vor allem in Afrika aktiv ist, will so bis zu 50 Millionen Euro frisches Kapital einsammeln.

FrankfurtExotischer Neuzugang für die Frankfurter Börse: Der bisher vor allem in Afrika aktive Kleinkreditanbieter MyBucks will mit einem Börsengang in Deutschland möglichst noch im Mai bis zu 50 Millionen Euro frisches Geld einsammeln, wie Geschäftsführer Tim Nuy am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Damit würde das 2011 gegründete Unternehmen mit bis zu 250 Millionen Euro bewertet.

Der erhoffte Erlös soll in die Finanzierung eines Zukaufs sowie die Expansion in Afrika und Europa fließen. Das FinTech-Unternehmen macht sich die Tatsache zunutze, dass viele Afrikaner zwar kaum Zugang zu einer Bankfiliale haben, aber über ein Mobiltelefon verfügen.

Anzeige

MyBucks verfolgt ein ähnliches Geschäftsmodell wie die finnische Ferratum, die 2015 an die Frankfurter Börse gegangen war und die inzwischen im Kleinwerteindex SDax gelistet ist.

MyBucks hatte Ende Dezember Kredite über 44 Millionen Euro auf den Büchern. Kurzfristige Darlehen, die im Schnitt 50 Euro umfassen, würden unter anderem bei Notfällen abgerufen, sagte Nuy. Mit längerfristigen Krediten über bis zu fünf Jahre finanzierten die Kunden etwa das Schulgeld ihrer Kinder. MyBucks schreibe seit drei Jahren schwarze Zahlen, 2014/15 (Ende Juni) lag der Gewinn bei 5,7 Millionen Euro vor Steuern. MyBucks ist in zehn Ländern in Süd- und Ostafrika aktiv, mit der Übernahme von sechs Instituten der US-Selbsthilfe-Organisation Opportunity International kommen drei Länder hinzu. In Europa ist MyBucks bisher in Polen und Spanien präsent.

Der Wechsel vom General Standard in den streng regulierten Prime Standard ist für Ende des Jahres geplant, sagte Nuy. Bisher hält die Familie des südafrikanischen MyBucks-Gründers und -chefs Dave van Niekerk 26 Prozent, knapp die Hälfte des Kapitals liegt bei Finanzinvestoren. Unter ihnen ist der britische Hedgefondsmanager Chris Rokos. Begleitet wird die Emission vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%