Nach Fed-Ankündigung: Europäische Staatsanleihen steigen deutlich

Nach Fed-Ankündigung: Europäische Staatsanleihen steigen deutlich

, aktualisiert 17. März 2016, 17:43 Uhr
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Europäische Staaten profitieren von den Auswirkungen der Fed-Politik.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Fed will den Leitzins in diesem Jahr nur moderat erhöhen – und stützt damit auch europäische Staatsanleihen. In Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland sanken die Anleiherenditen – teils um 30 Basispunkte.

FrankfurtDeutsche Bundesanleihen und US-Treasuries haben am Donnerstag klar zugelegt. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 0,24 Prozent sieben Basispunkte niedriger. Am Terminmarkt stieg der Bund- Future um 67 Basispunkte auf 162,18 Prozent. Die Rendite von US- Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit fiel um fünf Basispunkte auf 1,85 Prozent.

Die US-Notenbank hatte angedeutet, dass sie wegen der Risiken für das weltweite Wirtschaftswachstum die Zinsen wohl langsamer als zuvor erwartet erhöhen werde. Die aktualisierten Quartalsprognosen der Fed zeigen ihren Leitzins Ende 2016 bei 0,875 Prozent, was in diesem Jahr zwei Anhebungen von jeweils einem viertel Prozentpunkt bedeuten würde.

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Auch Papiere der Euroraum-Peripherieländer erhielten Rückenwind von den Fed-Signalen. Zehnjährige italienische Bonds rentierten bei 1,28 Prozent fünf Basispunkte niedriger. Die Rendite von entsprechenden spanischen Papieren fiel um acht Basispunkte auf 1,42 Prozent. „Wir beobachten bei Bonds insgesamt eine Stärke“, sagt Marius Daheim, leitender Zinsstratege bei SEB AB in Frankfurt.

Am Primärmarkt nahm Spanien 2,858 Milliarden Euro in drei Tranchen auf. Das zehnjährige Papier kam mit einer Emissionsrendite von 1,484 Prozent an den Markt, verglichen mit 1,781 Prozent bei einer Auktion im gleichen Laufzeitenbereich am 18. Februar. Frankreich beschaffte sieben Milliarden Euro über drei traditionelle Papiere und 1,847 Milliarden Euro über eine inflationsgeschützte Anleihe. Der fünfjährige Bond kam mit einer rekordniedrigen Emissionsrendite an den Markt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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