NordLB: Jeder fünfte Job soll wegfallen

NordLB: Jeder fünfte Job soll wegfallen

, aktualisiert 30. Mai 2017, 10:44 Uhr
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Die NordLB sitzt auf faulen Schiffskrediten. Um Kosten zu senken, soll jetzt jede fünfte Stelle gestrichen werden.

Quelle:Handelsblatt Online

Die krisengeplagte NordLB möchte jede fünfte Stelle streichen und damit Kosten im dreistelligen Millionenbereich verringern. Die Krise sei noch nicht überstanden. Auch die Tochterunternehmen sollen geprüft werden.

FrankfurtDie NordLB will angesichts der Schiffskrise jede fünfte Stelle streichen. Das Institut wolle seine Kosten bis Ende 2020 um 150 bis 200 Millionen drücken und deshalb „mit bis zu 1.250 Stellen weniger auskommen als heute“, teilte die drittgrößte deutsche Landesbank am Dienstag mit. Derzeit hat das Hannoveraner Geldhaus rund 6000 Mitarbeiter. Im Rahmen des Umbaus stellt der seit Jahresbeginn amtierende Vorstandschef Thomas Bürkle auch sämtliche Teile des NordLB-Konzerns inklusive aller Tochtergesellschaften und Beteiligungen auf dem Prüfstand.

Dazu zählt auch der Immobilienfinanzierer Deutsche Hypo, der rund 400 Mitarbeiter beschäftigt. Bisher sei allerdings noch keine Entscheidung über einen möglichen Verkauf der Tochter getroffen worden, sagte ein Sprecher der Bank. Die NordLB leidet unter hohen Belastungen durch faule Schiffskredite und machte 2016 fast zwei Milliarden Euro Verlust. Im ersten Quartal des laufenden Jahres musste das Institut allerdings weniger Geld für ausfallgefährdete Schiffskredite zurücklegen.

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Vor Steuern verbuchte es deshalb einen Gewinn von 255 Millionen Euro nach einem Verlust von 107 Millionen Euro im Vorjahresquartal. „Mit diesem Ergebnis haben wir den ersten Schritt für unser Ziel gemacht, auch für das Gesamtjahr einen Gewinn zu erwirtschaften“, sagte Bürkle. Die Krise in der Schifffahrt, in der es seit Jahren Überkapazitäten gibt, stelle die NordLB aber „weiter vor große Herausforderung. Nach wie vor können wir keine Entwarnung geben.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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