Öl-Treffen in Doha: Keine Einigung zwischen Förderstaaten in Sicht

Öl-Treffen in Doha: Keine Einigung zwischen Förderstaaten in Sicht

, aktualisiert 16. April 2016, 14:39 Uhr
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Wegen der niedrigen Preise wollen führende Ölproduzenten ihren Ausstoß drosseln – doch nicht alle wollen mitmachen.

Quelle:Handelsblatt Online

Saudi-Arabien, Katar, Venezuela und Russland sind dabei – doch der Iran weigert sich weiterhin, über eine Drosselung der Öl-Produktion auch nur zu sprechen. Droht das Treffen der Ölförderstaaten in Doha zu scheitern?

Doha/DubaiVor dem Treffen wichtiger Ölproduzenten am Sonntag in Doha stehen die Zeichen nicht auf Einigung. Zwei mit der Situation vertraute Personen sagten Reuters am Samstag, der Iran werde an den Beratungen zur Deckelung der Produktion nicht teilnehmen. Das Land sei darüber informiert worden, dass nur Staaten anreisen sollten, die gewillt seien, an einer Lösung mitzuarbeiten. Wegen des riesigen Überangebots ist der Ölpreis seit Mitte 2014 massiv gefallen.

Der Iran hat bislang betont, er würde eine Deckelung der Ölförderung begrüßen, sich selbst aber nicht daran beteiligen. Nachdem die meisten Sanktionen wegen des jahrelangen Atomstreits gegen die Islamische Republik gerade aufgehoben wurden, will das Land zunächst seinen Marktanteil wieder ausbauen. Analysten zufolge steht dies einer Stabilisierung des Marktes entgegen.

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Saudi-Arabien, Katar, Venezuela und Russland hatten sich im Februar vorläufig darauf verständigt, die Ölförderung auf dem Januar-Niveau einzufrieren. Allerdings machen sie dies davon abhängig, dass sich weitere Exporteure dem anschließen. In Doha sollen weitere Unterstützer gefunden werden.

Kronprinz Mohammed bin Salman sagte der Finanzagentur Bloomberg, Saudi-Arabien sei nur bereit, seine Förderung einzufrieren, wenn alle großen Ölländer mitzögen, auch der Iran. Der weltgrößte Ölproduzent könne sein Volumen bei rund 10,3 bis 10,4 Millionen Fass pro Tag einfrieren. Das Königreich könne seine Kapazität aber auch schnell bis auf 11,5 Millionen Barrel pro Tag hochfahren, in einigen Monaten sogar auf bis zu 12,5 Millionen. „Ich sage nicht, dass wir mehr produzieren sollten, aber wir könnten mehr produzieren.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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