Ölkompanie Rosneft: Konzern-Chef äußert sich erstmals zu Schmiergeld-Prozess

Ölkompanie Rosneft: Konzern-Chef äußert sich erstmals zu Schmiergeld-Prozess

, aktualisiert 06. September 2017, 20:22 Uhr
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„Im russischen Strafrecht ist das ein Verbrechen. Es gibt auch weiter nichts dazu zu sagen.“

Quelle:Handelsblatt Online

Im Schmiergeld-Prozess um Alexej Uljukajew hat sich nun der Chef des Ölkonzerns Rosneft geäußert – und belastete den angeklagten Ex-Wirtschaftsminister schwer. Ob er auch als Zeuge aussagt, ist noch unklar.

Wladiwostok Der Chef des größten russischen Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, hat die Bestechungsvorwürfe gegen den angeklagten Ex-Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew bekräftigt. „In seinem Amt als Minister hat Uljukajew diese illegale Bezahlung gefordert“, sagte Setschin am Mittwoch in Wladiwostok der Agentur Tass zufolge. Uljukajew, der seit August vor Gericht steht, habe den Betrag festgelegt und angenommen. „Im russischen Strafrecht ist das ein Verbrechen. Es gibt auch weiter nichts dazu zu sagen.“ Es war das erste Mal, dass sich der Rosneft-Chef zu dem Fall äußerte.

Dem Ex-Minister wird vorgeworfen, von Setschin zwei Millionen US-Dollar (1,7 Millionen Euro) für die Genehmigung eines Privatisierungsgeschäfts von Rosneft gefordert zu haben. Uljukajew behauptet hingegen, dass der Konzernchef von sich aus das Geld angeboten habe. Gemeinsam mit dem Geheimdienst FSB habe er ihn dann in eine Falle gelockt. Ob Setschin, ein Vertrauter von Präsident Wladimir Putin, als Zeuge aussagen wird, ist bislang nicht bekannt.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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