Ölpreis: Talfahrt beim Öl geht weiter

Ölpreis: Talfahrt beim Öl geht weiter

, aktualisiert 26. Januar 2016, 08:19 Uhr
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Der Preisdruck steigt.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach der zwischenzeitlichen Erholung in der vergangenen Woche sind die Ölpreise wieder unter die Marke von 30 US-Dollar gefallen. Die Ratingagentur Fitch warnt vor Gefahren für die Konzerne aufgrund des Preisverfalls.

SingapurDie Ölpreise haben in der Nacht zum Dienstag weiter nachgegeben und sind wieder unter die Marke von 30 US-Dollar gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete am Morgen 29,58 US-Dollar und damit 91 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI sank um 83 Cent auf 29,52 Dollar.

Die Aussicht auf ein anhaltend hohes Angebot aus dem wichtigen Ölförderland Saudi-Arabien hatte bereits am Vortag die Preise gedrückt, nachdem diese sich zwischenzeitlich etwas erholt hatten. Der Chef des saudischen Ölmultis Aramco, Khalid Al-Falih, sagte, dass die Investitionen des Konzerns trotz des Ölpreisverfalls nicht gekürzt worden seien.

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Hinzu kommen möglicherweise weiter steigende Rohöl-Lagerbestände in den USA. Experten rechnen mit einem Zuwachs um mehr als 4 Millionen Barrel im Vergleich zur Vorwoche. Damit wäre der Anstieg stärker als zuletzt. Die offiziellen Zahlen werden am Mittwoch veröffentlicht.

Am Freitag waren die Ölpreise noch jeweils über 32 Dollar gestiegen, nachdem sie in den Handelstagen zuvor mit deutlich unter 30 Dollar den tiefsten Stand seit 2003 erreicht hatten. Seit Monaten sorgt ein viel zu hohes Angebot auf dem Weltmarkt in der Tendenz für fallende Ölpreise. Zur Ölschwemme trägt unter anderem bei, dass Saudi-Arabien mit hohen Fördermengen Konkurrenten aus dem Markt drängen will.

Die Ratingagentur Fitch wies auf Gefahren für die Kreditbewertung führender Ölkonzerne durch die Talfahrt der Ölpreise hin. Im Fall einer längeren Phase mit niedrigen Ölpreisen müssten mehrere Unternehmen „sehr signifikante“ Sparmaßnahmen durchführen, um die aktuelle Kreditbewertung bis 2018 halten zu können, teilte Fitch mit. Zu den gefährdeten Unternehmen zählen die Experten unter anderem den Total-Konzern und den Ölmulti Royal Dutch Shell.

Fitch geht in den kommenden Jahren von einer langsamen Preiserholung aus. Für 2016 erwarten die Experten einen Preis von 45 Dollar je Barrel, im kommenden Jahr von 50 Dollar und in den Jahren darauf einen Preis von 55 Dollar.

Quelle:  Handelsblatt Online
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