Ölpreise: „Licht am Ende des Tunnels“

Ölpreise: „Licht am Ende des Tunnels“

, aktualisiert 11. März 2016, 13:42 Uhr
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Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht Anzeichen dafür, dass die Ölpreise ihre Talsohle durchschritten haben könnten.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Ölpreise waren Anfang des Jahres auf mehrjährige Tiefststände abgesackt. Seither haben sie sich wieder erholt und notieren um die 40 Dollar. Die Internationale Energieagentur hält die Talsohle für durchschritten.

Frankfurt/ParisIn der Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage aus China sind Anleger am Freitag wieder in den Ölmarkt eingestiegen. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu 2,1 Prozent auf 40,90 Dollar je Barrel.

Genährt wurden diese Spekulationen von der Aufwertung der chinesischen Währung, die Rohöl für Käufer aus der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft günstiger macht. Ein Dollar fiel auf 6,4866 Yuan und war damit so billig wie noch nie in diesem Jahr.

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Außerdem kehrten immer mehr institutionelle Anleger in den Ölmarkt zurück, sagte Rohstoff-Händler Pete Donovan vom Brokerhaus Liquidity Energy. „Die Fonds sind wieder optimistisch und der Markt scheint entschlossen, den Preis bei etwa 40 Dollar zu halten“

HSBC-Volkswirt Fred Neumann warnte aber vor überzogenen Erwartungen. Schließlich werde immer noch deutlich mehr Öl gefördert als benötigt. Wegen des weltweiten Überangebots ist der Preis für das „schwarze Gold“ seit Mitte 2014 um etwa zwei Drittel gefallen.

Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht Anzeichen dafür, dass die Ölpreise ihre Talsohle durchschritten haben könnten. „Für die Preise könnte es Licht am Ende eines langen, dunklen Tunnels geben, aber wir können nicht ganz sicher sein, wann in 2017 der Ölmarkt das heiß ersehnte Gleichgewicht erreicht“, schreiben die Experten in ihrem am Freitag in Paris veröffentlichten monatlichen Öl-Marktbericht.

Die Preiserholung der vergangenen Wochen solle nicht als definitives Zeichen gesehen werden, dass das Schlimmste vorbei ist, mahnte die Agentur. Die derzeitige Richtung stimme, es sei aber noch ein weiter Weg.

Quelle:  Handelsblatt Online
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