Online-Broker der Sparkassen: Dekabank übernimmt „S Broker“ komplett

Online-Broker der Sparkassen: Dekabank übernimmt „S Broker“ komplett

, aktualisiert 12. April 2016, 14:41 Uhr
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Seit dem Ausstieg der Landesbanken versucht sich die Deka als Wertpapierhaus für den Sparkassen-Sektor zu profilieren.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Online-Broker der Sparkassen hat 130.000 Kunden und ein Depotvolumen von rund sechs Milliarden Euro. Damit gehört er noch zu den kleineren Brokern. Künftig geht der „S Broker“ ganz in die Hände der Dekabank über.

FrankfurtDer Online-Broker der Sparkassen gehört künftig ganz der Dekabank. Der bisher mit 30,6 Prozent beteiligte Fondsdienstleister übernimmt die Kommanditanteile am „S Broker“ von neun Sparkassen-Verbänden und drei einzelnen Sparkassen, wie er zur Bilanzpressekonferenz am Dienstag mitteilte.

Zum Preis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Dekabank wolle das Know-How der Wiesbadener S Broker nutzen, um die gut 400 Sparkassen im Wertpapiergeschäft besser zu unterstützen, sagte Deka-Vertriebsvorstand Georg Stocker.

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Seit dem Ausstieg der Landesbanken versucht sich die Deka als Wertpapierhaus für den Sparkassen-Sektor zu profilieren. Für die Kunden von S Broker werde sich nichts ändern. „Die Übernahme zielt nicht darauf ab, eigenes Direktkundengeschäft aufzubauen“, betonte Stocker. Mit 130.000 Kunden und einem Depotvolumen von rund sechs Milliarden Euro gehört S Broker zu den kleineren Online-Brokern.

Die Vertriebsoffensive bei den Sparkassen hat sich für die Dekabank im vergangenen Jahr ausgezahlt. Die Vertriebsleistung sei netto um fast 50 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro gestiegen. Das Geschäft mit Privatkunden habe sich auf 10,2 Milliarden Euro fast verdoppelt.

Das höhere Provisionsergebnis machte den sinkenden Zinsüberschuss wett, die Erträge kletterten um sechs Prozent auf 1,52 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein wirtschaftliches Ergebnis von 611 (2014: 541) Millionen Euro. Die Sparkassen als Eigentümer erhalten eine stabile Dividende von 155 Millionen Euro.

Quelle:  Handelsblatt Online
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