Pensionslasten drücken: Gewinn der Dekabank sinkt

Pensionslasten drücken: Gewinn der Dekabank sinkt

, aktualisiert 25. August 2016, 11:51 Uhr
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Die Bank macht weniger Gewinn als im Vorjahr.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Dekabank hat ein schweres halbes Jahr hinter sich. Die Niedrigzinsen fressen sich immer tiefer in die Bilanz, der Gewinn schrumpft. Stabil bleibt aber das Geschäft mit der Vermögensverwaltung.

FrankfurtNiedrigzinsen, Marktturbulenzen, Regulierungskosten und eine höhere Risikovorsorge: Die Dekabank hat im ersten Halbjahr kräftig Federn gelassen. Das wirtschaftliche Ergebnis schrumpfte um 37 Prozent auf 230 Millionen Euro, wie das Wertpapierhaus der Sparkassen am Donnerstag mitteilte. Auch im Gesamtjahr erwartet die Deka weiter einen Gewinnrückgang, der aber nicht ganz so stark ausfallen dürfte. Im Jahr 2015 hatten 611 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Vorstandschef Michael Rüdiger hatte bereits im Juli erklärt, dass der Gegenwind zunimmt. Die Niedrigzinsen fressen sich immer tiefer in die Bilanz und führten nun auch dazu, dass die Deka ihre Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erhöhte. Das Provisionsergebnis schrumpfte wegen der starken Kursschwankungen an den Börsen. Und für die Bankenabgabe und die Einlagensicherung legte die Deka 46,4 Millionen Euro zur Seite - der Gesamtbetrag, der dieses Jahr fällig wird, ist damit bereits komplett gebucht. Im Kreditgeschäft erhöhte sich die Vorsorge für faule Kredite, insbesondere für ältere Schiffsfinanzierungen.

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Rüdiger zeigte sich dennoch zufrieden. Er verwies auf das Vertriebsergebnis, das relativ stabil geblieben ist. Unter dem Strich sammelte die Deka in den ersten sechs Monaten neun Milliarden Euro bei den Anlegern für Fonds und Zertifikate ein. Bei den institutionellen Kunden war es sogar mehr Geld als vor einem Jahr. Aber auch im Geschäft mit Kleinsparern waren die Rückgänge nicht allzu groß.

Die Anleger hätten trotz der Kurseinbrüche zu Jahresbeginn die Nerven behalten, betonte Rüdiger: "Das zarte Pflänzchen Wertpapierkultur in Deutschland ist offensichtlich robuster, als manche befürchtet haben."

Quelle:  Handelsblatt Online
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